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Was Sie über Omega 3 und Omega 6 Fette wissen sollten

Omega 3 und Omega 6

Wenn es zu einem Ungleichgewicht zwischen den Omega 3 und den Omega 6 Fettsäuren kommt kann das einen Anstieg von Entzündung auslösenden Stoffen im Körper bewirken.
Diese Stoffe können zu einer Entwicklung zahlreicher Zivilisationskrankheiten beitragen. Eine gute Versorgung mit den essentiellen Fettsäuren sorgt für einen gesunden Körper.

Die tägliche Dosis an Omega 3

Sie sollten je nach Alter und der körperlichen Aktivität zwischen 0,5 und 1,5 Gramm Omega 3 aufnehmen. So wird es zumindest von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfohlen.

Sollten Sie Ihren Omega 3 Bedarf rein über pflanzliche Omega 3 Decken wollen müssen Sie umrechnen, denn die meisten Empfehlungen zum täglichen Bedarf beziehen sich auf die hochwirksamen Omega3 Fettsäuren EPA und DHA. ALA (pflanzliches Omega 3)wird im Körper nur zu ca. 10 % in die hochwirksamen Variantenumgewandelt. Sie müssen die Empfehlungen daher um den Faktor 10 erhöhen.

Sollten Sie z.B. Leinöl als einzige Quelle heranziehen ergibt sich eine Tagesmenge von 15 ml für Erwachsene (was einem großen Esslöffel entspricht) oder 30 ml für Schwangere und andere Personen mit einem erhöhten Bedarf.

Sie müssen das Leinöl allerdings nicht auf den ml exakt dosieren, das vom Körper nicht genutzte Leinöl wird einfach dem Fettstoffwechsel zugeführt und zur Energiegewinnung herangezogen.
Nebenwirkungen aus einer zu hohen Dosis Leinöl sind bis heute nicht bekannt.  Allerdings sollten Sie darauf achten das die Gesamtfettaufnahme höchstens 30 % der täglichen Kalorien betragen sollte.

Die Umwandlung der Omega 3 Fettsäure

Der menschliche und der tierische Organismus kann Omega 3 Fettsäuren in andere Fettsäuren umwandeln. ALA muss mit der Nahrung aufgenommen werden und wird im Körper dann zu EPA und DHA durch verschiedene Enzyme synthetisiert. Die letzte Reaktion kann umgekehrt werden, so ist es dem Stoffwechsel möglich ein Gleichgewicht zu schaffen.  Zu ca. 10% wird die aufgenommene ALA Fettsäure im Körperdurch Enzyme in die EPA Fettsäure und DHA umgewandelt.

Das Verhältnis der Fettsäuren ist entscheidend

Seit jeher verzehrt der Mensch Omega 3 Fettsäuren gewonnen aus Fisch, Gemüse, Nüssen oder Ölsaaten.  Die regelmäßige Zufuhr von Fettsäuren ist für unseren Körper essentiell also lebensnotwendig.  Der menschliche Organismus benötigt diese Fettsäuren zur Bildung von Zellmembranen und für eine Vielzahl unterschiedlichster Stoffwechselfunktionen.

Allgemein ist allerdings zu erwähnen dass die Nahrungsmittel heutzutage, insbesondere industriell erzeugte Lebensmittel  einen deutlich höheren Anteil an Omega 6 Fettsäuren als wie Omega 3 haben.
Das ideale Verhältnis wäre 2:1 Omega 6 zu Omega 3. Leider sieht die Realität etwas anders aus, so ist es nicht unüblich das sich ein Verhältnis von 20: 1 ergibt.
Omega 6 Fettsäuren sind wesentlich stabiler als Omega 3 Fettsäuren und so greift die industrielle Produktion lieber auf diese Fette zurück da die Lebensmittel dadurch länger haltbar und stabiler werden.

Das richtige Verhältnis aus Omega 3 und Omega 6 ist wichtig. Aus der Omega 3 Familie benötigt unser Körper ALA, EPA und DHA.
Dabei muss nur ALA über die Nahrung zugeführt  erden denn der Körper kann aus ihnen die beiden anderen synthetisieren. Das Problem daran ist das die gleichen Enzyme im Körper für diese wichtige Umwandlung verantwortlich sind. Es herrscht also immer ein Konkurrenzkampf um die Enzyme.

Omega 6 Fettsäuren werden im Körper enzymatisch zu entzündungsfördernden Stoffen und Omega 3 zu entzündungshemmenden Folgestoffen synthetisiert. Wenn beide Fettsäuren im richtigen Verhältnis zueinander aufgenommen werden bedeutet dies auch dass die Folgestoffe im Gleichgewicht  gebildet werden.  Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Zellgesundheit.

Das im Körper befindliche Gleichgewicht an Fettsäuren spielt eine erhebliche Rolle bei  Koronaren Herzkrankheiten, Arteriosklerose, Blutgerinnung, dem Blutdruck, rheumatischer-entzündlicher und allergischer Prozesse sowie Diabetes.

Vorkommen von Omega 3 Fettsäuren in %

Öle

Leinöl: 56–71 %
Chiaöl: bis ca. 64 %
Perillaöl: ca. 60 %
Sacha Inchi Öl: ca. 48 %
Leindotteröl: ca. 38 %
Hanföl: ca. 17 %
Walnussöl: ca. 13 %
Rapsöl: ca. 9 %
Sojabohnenöl: ca. 8 %

Fisch

Atlantischer Lachs, gezüchtet, gegart, geräuchert: 1,8 %
Sardellen – Europa, eingelegt in Öl oder Salz: 1,7 %
Sardine – Pazifischer Ozean, eingelegt in Tomatensoße oder Salz, mit Gräten: 1,4 %
Atlantischer Hering, in Essig eingelegt: 1,2 %
Makrele – Atlantik, gekocht, geräuchert: 1 %
Weißer Thun – eingelegt in Wasser oder Salz: 0,7 %

Quellen: www.dr-johann-budwig.de / www.wikipedia.de
Bildquelle: © EcoPim-studio – Fotolia.com

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