Solar Project Tiloo
Das Solar Project Tiloo hat sich zum Ziel gesetzt, den Einsatz von Solarkochern im sonnenreichen aber wirtschaftlich armen Gambia zu fördern. Die Firma Pfannen Harecker unterstützt dese Projekt mit Sachspenden, so haben wir in diesem Jahr Backformen und Küchenhelfer aus Silikon nach Gambia geschickt. Silikonbackformen eignen sich hervorragend zur Verwendung in den Solarbacköfen und sind auch noch spielend leicht zu reinigen.
Hierdurch lässt sich eine viel höhere Effizienz bei der Produktion erreichen und die Bäcker / Bäckerinnen vor Ort werden zusätzlich entlastet.
Über das Solar Project Tiloo
Das Solar Project Tiloo möchte einerseits die Lebenssituation der armen Bevölkerung verbessern und zum Erhalt der durch Abholzung bedrohten Wälder beitragen. Andererseits wird damit der CO2Ausstoss vermindert, der massgeblich für die Klimaerwärmung verantwortlich ist.
Uns ist es ein Anliegen, der Bevölkerung Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten und vor allem den Frauen neue Möglichkeiten zu bieten, ihren Alltag zu erleichtern und zusätzliche Einkommen zu erwirtschaften. Deshalb sind folgende Stichwörter für unser Project richtungsweisend:
- Hilfe vor Ort
- umwelt – und klimaschützend
- gesundheitsfördernd
- zukunftsorientiert
Aus „tiloo – Solar cooking Gambia’ und „Solar Project Gambia“ wird ab 2009 „Solar Project Tiloo“
Der Zusammenschluss bedeutet für beide Projekte eine stärkere Basis für die Realisation gemeinsamer Anliegen und Vorhaben im Bezug auf das Solarkochen in Gambia.
“Cook with the power of the sun – save money & firewood!”
Zweck und Ziel, was bewirken Solarkocher
Schonung der bedrohten Wälder: In vielen südlichen Ländern werden bis zu 80% des vorhandenen Holzes zum Kochen verwendet, ganze Regionen abgeholzt und damit der Erosion ausgesetzt. Pro Solarkocher und Jahr könnten ca. 1,64 Tonnen Brennholz eingespart werden.
Verlangsamung der Klimaerwärmung: Mit jedem Solarkocher, der mind. Zu 50% verwendet wird, werden pro Jahr 3 Tonnen weniger CO2 freigesetzt.
Massive Reduktion der Brennstoffkosten: Diese sind oft so hoch wie ca. ein Drittel des Monatseinkommens und teurer als die Nahrung selbst. Die Amortisation der Kocher beträgt wenige Monate. Die Menschen können statt teurem Brennmaterial andere wichtige Dinge kaufen.
Steigerung des Ernteertrags: Dort, wo es keine Bäume gibt wird der Viehdung als Brennmaterial verwendet und geht so als Dünger verloren.
Verdienstmöglichkeit: Nebst dem Essen für die Familie können auch Backwaren oder Dörrfrüchte zum Verkauf hergestellt werden, womit ein kleines Zusatzeinkommen erwirtschaftet werden kann.
Gesundheitsförderung: Solarkocher produzieren keinen Rauch wie offene Feuerstellen. So werden Augen – und Atemwegserkrankungen vermieden und die Lebenserwartung kann erhöht werden.
Schaffung von Arbeitsplätzen: In den südlichen Ländern entstehen schon mit wenig Aufwand einfache Werkstätten.
Umweltschutz
In vielen südlichen, wirtschaftlich armen Ländern mit hoher Sonneneinstrahlung schonen Solarkocher die natürlichen Ressourcen und tragen dazu bei, den Wald zu erhalten, vorab dort, wo die unkontrollierte, übermässige Abholzung den natürlichen Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanzen zerstört. Die Folgen der Abholzung der Wälder sind zu Genüge bekannt: Vergandung, Erosion, Klimaerwärmung… Der Bevölkerung, den Tieren und Pflanzen wird die Lebensgrundlage entzogen.
Der gesamte Energiebedarf der armen Staaten in diesen Ländern wird zu 90% durch Holz gedeckt, wobei der grösste Teil dieser Energie aus Holz auf das Zubereiten der Nahrung entfällt. Deshalb sind die Solarkocher als einfache und günstige Alternative am wirksamsten im Kampf gegen die Abholzung.
Die Ressourcen in den armen Ländern werden knapper, die Nachfrage nach Solarkochern steigt und der FSK sieht sich vor eine grosse Herausforderung gestellt.
Verbesserung der Lebensbedingung der Bevölkerung
Es ist nicht einfach nur damit getan, dass die Solarkocher resp. deren Komponenten für eine Pilotphase bereitgestellt werden. Die Materialien müssen unter kundiger Leitung zusammengebaut und die Kocher mit den Käufern in Betrieb gesetzt werden. Es ist stets das Ziel des FSK und seiner Partner, dass die Solarkocher mit einheimischen Handwerkern gebaut, vorwiegend aus lokalen Materialien bestehen und die Projekte selbsttragend werden. Dadurch werden auch Arbeitsplätze geschaffen.
Weil das Heizmaterial teuer und die Sonnenwärme gratis ist, amortisiert sich das Gerät in kurzer Zeit, bildet einen finanziellen Anreiz und verbessert den Lebensstandard der armen Bevölkerung.
UNICEF hat Solarkocher ausgewertet und schätzt, dass der Verbrauch eines Drittels des weltweiten Brennholzes (350 Millionen Tonnen pro Jahr) mit Solarkochern gespart werden könnte. Obgleich die Solarkocherprojekte grundsätzlich selbsttragend sein sollten, sind für die ärmste Bevölkerung Unterstützungsaktionen für den Kauf von Solarkochern notwendig. Auch braucht es für die Einrichtung von Werkstätten und den Ankauf von Material ein Startkapital.
Die Herstellung der Solarkocher ist relativ primitiv und wenig wertschöpfend, deshalb ist die Industrie nicht interessiert. Die industrialisierte Welt muss jedoch für die Entwicklung Verantwortung übernehmen, und hier spielen wiederum die NRO, die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) eine wichtige Rolle.
Geschichte des Solar Project Tiloo
Verlauf des SOLAR PROJECT TiLOO (ehemals Solar Project Gambia)
Januar 2006: Elena Steger Kassama importiert die ersten zwei Solarkocher nach Gambia. Zusammen mit Amadou Kassama organisiert sie Solarkocherpräsentationen, welche grossen Anklang finden und auf Interesse stossen. Amadou Kassama baut die erste lokale Schreinerei in Gambia auf. Registriert das Projekt und stellt ersten Mitarbeiter an.
Januar 2007: Elena Steger Kassama reist mit ihren beiden Töchtern nach Gambia aus um das Projekt vor Ort mit Amadou Kassama richtig aufbauen zu können.
Der Schweizer Schreiner Rolf Behringer von „Globosol“ besucht Elena Steger Kassama in Gambia und lehrt Einheimische in Schreinerarbeiten an, hauptsächlich in der Produktion von Solarkochern und Tunneltrocknern.
Ausserdem entstehen eine Bäckerei und ein Restaurant. Allerdings liegen diese örtlich noch nicht beieinander.
„Wisons“ (Solarlebensmittel unterstützender Verein) spendet € 9532.70.
Oktober 2007: Entgegennahme des Preises für verantwortungsbewusster Tourismus an der internationalen „Mboka“ Trade Fare in Dakar, Senegal.
April 2008: Umzug der Schreinerei, Bäckerei und Restaurant auf ein gemeinsames Grundstück. Neuaufbau aller drei Gebäude
Juni 2008: Eröffnung des Solarprojektes Gambia am neuen Ort (das alte Restaurant wird von Familienmitgliedern unabhängig weitergeführt)
November 2008: neu laufen alle Projektgelder nur noch über Globosol Schweiz.
Januar 2009: Das Solar Projekt Gambia ist an der internationalen Solar food conference in Indien vertreten (www.solarfood2009.org).
„tiloo – solar cooking Gambia“ und das „Solar Project Gambia“ schliessen sich im Januar 2009 zum „Solar Project Tiloo“ zusammen. In der Leitung befinden sich nun Elena Steger und Theresia Marty. Der Zusammenschluss beider Projekte verfolgt das Ziel; eine starke Basis zu bilden für das Verfolgen gemeinsamer Anliegen.
Unsere neue Basis ist nun das Zentrum des ehemaligen „Solar Project Gambia“, in Kanifing, in der Hauptstadtregion an der Küste von Gambia.
Diverse erschwerende Umstände haben uns bewogen, die Projektarbeit von den Dörfern in die städtische Region zu verlagern. Dies ermöglicht uns, unsere Energien und Kräfte zu bündeln indem wir gemeinsam an einem Projekt arbeiten.
Was seither lief:
Januar 2009: Daniela Häusler und Mara Knill reisen nach Gambia in das Projektzentrum in Kanifing und bleiben 4 Monate vor Ort. Sie bringen unter anderem die Buchhaltung in Schuss, kümmern sich um das Networking und das Mikrofinancing, machen Demotouren und schliessen die Arbeit im Dorf Tambasansang ab. Sie übernahmen dort die tiloo-Kocher welche die frühere Volontärin Barbara Egger zusammen mit den Einheimischen vorfabriziert hatte.
April 2009: Florin Bärlocher reist nach Gambia und übernimmt die Voluntärarbeit.
September 2009: Elena Steger Kassam und Amadou Kassama haben wieder die alleinige Leitung über das “SOLAR PROJECT TiLOO”.
Oktober 2009- Februar 2010: Daniela Radic reist für 5 Monate nach Gambia. Dort arbeitete sie die neuen Touren für Touristen aus. Stellte die Verträge für neu gesponsorte Schulen den Mitarbeitern vor. Globosol spendet 5000Fr. und unterstützt uns dabei beim Schulprojekt . Der Bau von 14 Solarkochern wird gestartet . Bis ende Januar besuchten alle sieben Schulen das vorgeschriebene Backtraining mit den ausgewählten Schülern in unserem Projektzentrum.
Februar 2010: Alle Schulen werden mit Solarkochern und einem ersten Startpacket an Backzutaten ausgerüstet. Nun stellen sie solar gebackene Pausensnacks her und verkaufen diese in den Pausen auf ihrem Schulhof.




























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